"Kleine Ketzereien" war der Titel einer seiner letzten Ausstellungen, er offenbart zugleich die humorvolle und teilweise auch ironisierende Herangehensweise des Künstlers an seine Werke. Der Hang zum Geometrischen und hier besonders die Vorliebe für das Dreieck mit seiner vielfältigen Symbolik und daraus abgeleiteten Assoziationen kehren immer wieder.

Ausili geht es in seinen Arbeiten auch um Raum, das Räumliche eines Steines wird in seiner Skulptur greifbar gemacht. Er artikuliert sich in vielen seiner Skulpturen durch Faltungen und horizontal verlaufende Durchbrüche. Da gibt es Ecken, deren Kehle besonders herausgearbeitet ist, Linien im vertikalen Verlauf, die durch rhythmische Schläge in den Stein hervortreten, dem stehen die weiten gleichmäßig erscheinenden Oberflächenstrukturen entgegen, die tatsächlich auch eine Wölbung, eine Biegung im Stein flach machen wie eine Wand. Dieses Spiel um einen Raum im Stein ist das eigentliche Motiv der Arbeit von Ausili.

Miguel Ausili ist auch im Landkreis kein Unbekannter mehr, nahm er doch 1991 am Bildhauersymposion in Syke teil.

geb. 1950
in Buenos Aires, Argentinien

lebt und arbeitet
in Carrara, Italien